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Editorial

Der Pinguin im Rucksack

Bei manchen Geschichten weiss man nicht so recht, was man von ihnen halten soll. Stimmen sie, stimmen sie nicht? Enthalten sie ein Körnchen Wahrheit und falls ja, welches? Urban Legends nennt man solche Erzählungen auf Neudeutsch – moderne Sagen also.

Wer mir folgende Geschichte wann und warum erzählt hat, weiss ich nicht mehr. Aber sie ging so: Eine Kindergartenklasse machte eines schönen Wintertages einen Ausflug in den Zoo. Jedes Kind hatte einen Rucksack dabei, denn wie es sich für ein solches Reisli gehört, gab es ein Picknick zum Zmittag.

Die Kinder bestaunten die Menschenaffen, die Raubtiere, die Elefanten – und sie assen mit Wonne ihre Sandwiches und
Servelas. Der Höhepunkt des Tages aber war die Pinguinparade, bei der die ganze Klasse die lustigen Vögel auf ihrem Rundgang durch den Zoo begleiten durfte. 

Als die Kindergärtnerin im Zug nach Hause ihre Schäfchen zur Sicherheit noch einmal zählte, fiel ihr auf, dass ein Bub einen prall gefüllten Rucksack auf dem Schoss trug. «Hast du denn gar nichts gegessen?», fragte sie. «Doch, doch», antwortete der Junge und wurde mit einem Schlag ganz rot im Gesicht.

Die Kindergärtnerin wurde misstrauisch. Sie forderte den Buben auf, ihr den Inhalt des Rucksacks zu zeigen. Doch der arme Kerl schüttelte nur den Kopf. Schliesslich wurde es der Frau zu bunt.
Sie packte den Rucksack, öffnete ihn, langte hinein – und ihre Hand berührte etwas Flauschiges: einen jungen Pinguin!

Ich musste lachen, als ich die Geschichte hörte. Und es tat mir fast ein wenig leid, dass der Bub aufgeflogen war. Denn logisch, klauen geht nicht, schon gar nicht wilde Tiere. Aber Hand aufs Herz: Wer hätte nicht gerne ein paar flauschige Pinguine als Haustiere? 

Mit dieser Ausgabe, liebe Leserin, lieber Leser, liefern wir Ihnen keine echten Pinguine, dafür aber ab Seite 10 einen ausführlichen Fokus über diese Sympathieträger. Viel Vergnügen!

 Simon Koechlin, Chefredaktor

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