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Editorial

Unerwartete Gewächse

Vor ziemlich genau drei Jahren verschlug es mich auf die ostafrikanische Insel Sansibar. Neben den traumhaften Stränden am Indischen Ozean, den gastfreundlichen Einwohnern und der beeindruckenden Natur mit einigen seltenen Tierarten ist mir ein Erlebnis in besonderer Erinnerung geblieben: ein Rundgang durch eine Ingwer-Plantage. Zuvor kannte ich die Pflanze oder besser gesagt die Wurzel nur aus Lebensmittelgeschäften. 

Dass solch exotische Gewächse auch hierzulande  angebaut werden könnten, hätte ich damals nicht im Geringsten gedacht. Entsprechend erstaunt war ich, als mir kürzlich ein Kollege voller Euphorie erzählte, dass im Zürcher Unterland Ingwer wächst – und zwar in Bioqualität. Davon musste ich mich natürlich unbedingt selbst vor Ort überzeugen. 

Tatsächlich gedeihen auf dem Agrarbetrieb von Stephan Müller in Steinmaur auf einer Fläche von immerhin 5000 Quadratmetern drei verschiedene Ingwersorten, die jedes Jahr einen Ertrag von rund sieben Tonnen abwerfen. In welcher Form die gesunde Knolle besonders grossen Absatz findet und wie der Pionier dazu kam, sie in der Schweiz zu kultivieren, erfahren Sie ab Seite 12.  

Ingwer ist aber bei weitem nicht die einzige spezielle Kultur, welche die oft zitierte «Swissness» in sich trägt. Immer mehr Bauern setzen auf Arten, deren Namen nicht jedem geläufig sein dürften. Welche Früchte und Gemüse, die aus fernen Ländern stammen, mittlerweile auch hier zu Hause sind, verrät Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, unsere Übersicht ab Seite 14.

Eines haben die meisten exotischen Nischenprodukte übrigens gemeinsam: Sie benötigen Schutz, um Frost zu entgehen. Das könnte sich aber schon bald im Zuge der Klimaerwärmung ändern. Dann würden noch mehr aussergewöhnliche Nutzpflanzen aus einheimischem Anbau die Angebotsvielfalt erweitern.  

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine abwechslungsreiche «Tierwelt»-Lektüre mit einem bunten Strauss an Themen.

Oliver Loga, Stv. Chefredaktor

 

 

Zürcher Nährboden für tropische Knollen

Ingwer und Kurkuma umweht der Duft der grossen weiten Welt. Beide Pflanzen wachsen vor allem in tropischen Ländern. Doch auch hierzulande gedeihen sie – und zwar auf dem Agrarbetrieb von Stephan Müller im Zürcher Unterland. 

Wie Cody ein Leben veränderte

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Jeder kann ein Führhund sein

Was der Labrador kann, können andere Hunde auch: sehbehinderte Menschen durch die Welt führen. In Liestal werden seit Jahren verschiedene Rassen ausgebildet. Grosspudel, Schäfer oder Goldendoodle eignen sich nämlich bestens als Führhunde.

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