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«Wildlife Photographer of the Year»

Murmelischreck gewinnt renommierten Fotopreis

Unterhaltung | Mittwoch, 16. Oktober 2019, Meret Signer

Ein Tibetfuchs, ein Murmeltier, ein Moment, der über Leben oder Tod entscheidet: Dieses Bild des Chinesen Bao Yongqing gewinnt den renommierten «Wildlife Photographer of the Year»

Es ist Frühling im Hochland von Tibet. Ein Murmeltier, noch nicht lange aus dem Winterschlaf erwacht, hat Hunger und will sich auf Nahrungssuche begeben. Doch auch eine Tibetfüchsin ist unterwegs, für das Murmeltier unglücklicherweise mit demselben Ziel. Das Murmeltier pfeift, warnt seine Artgenossen und harrt eine Stunde in seinem Bau aus. Der Fuchs hat sich in dieser Zeit nicht von der Stelle gerührt. Das Murmeltier beschliesst, sich aus seinem Loch hinaus zu wagen. Da greift die Füchsin an, schnell wie der Blitz.  

Ebenso schnell ist die Reaktion des chinesischen Fotografen Bao Yongqing. Er drückt ab und hat damit das Bild geschossen, mit dem er jetzt den Gesamtsieg beim diesjährigen und 55. «Wildlife Photographer of the Year» errungen hat. Der vom Londoner Natural History Museum durchgeführte Fotowettbewerb gehört zu den renommiertesten der Welt.  

«Dieses fesselnde Bild zeigt die ultimative Herausforderung der Natur – den Kampf ums Überleben», sagt Museumsdirektor Sir Michael Dixon in einer Medienmitteilung. Die Aufnahme beinhalte Humor und Horror und zeige die Intensität und das Drama der Natur.  

Puma gegen Guanako
Alle weiteren preisgekrönten Bilder aus dem Wettbewerb zeigen wir Ihnen in unserer Bildergalerie. Darunter auch das Bild des deutschen Naturfotografen Ingo Arndt, der gemeinsam mit Bao Yongqing in der Kategorie «Verhalten: Säugetiere» gewann. Sein Bild greift das gleiche Thema auf, wie das des Gesamtsiegers: Es geht um Leben und Tod. Ein Puma erwischt ein Guanako. Dessen letztes Stündchen hat wohl geschlagen.

Arndts Bilder der Pumas im chilenischen Nationalpark Torres del Paine haben es zu einiger Berühmtheit geschafft. Monatelang lag er auf der Lauer, um den Tieren so nah wie möglich zu kommen.

Im März gab Anrdt der «Tierwelt» ein Interview, das Sie hier nachlesen können. Zu unserer Reportage aus dem Torres del Paine geht es hier.

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